Mutismus - kindertherapie-winterthur.ch



Mutismus (ICD10 F94.0, Internat. Klassifizierung psychischer Erkrankungen)


ist eine Kommunikationsstörung und tritt in der Interaktion mit anderen Menschen auf. Sie ist oft mit Sozialangst, seelischem Rückzug oder Widerstand verbunden.


Totaler Mutismus liegt vor, wenn der Patient mit überhaupt niemandem spricht. Diese  schwerste Form tritt oft zusammen mit endogenen Depressionen, Psychosen oder anderen psychiatrischen Erkrankungen auf. Es lassen sich beim Patienten oft Traumata finden. Bei Kindern ist diese Form höchst selten.


Beim selektiven Mutismus spricht das Kind oder der Jugendliche nur mit bestimmten Menschen, meist mit den Eltern und Geschwistern. Im Kindergarten oder der Schule schweigen sie eisern. Besteht diese Störung über Jahre, hinterlässt sie unweigerlich Spuren in der Gesamtpersönlichkeit. Monatelanges, oft jahrelanges konsequentes Schweigen verbraucht wichtige Energie, die anderen Bereichen wie z.B. dem Lernen, abgehen kann. Soziale Beziehungen werden durch das Schweigen erschwert und beeinträchtigt. Das Selbstbewusstsein leidet.


Aus diesen Gründen ist die frühzeitige Behandlung angezeigt, bevor sich die Störung chronifiziert und es zu gravierenden psychosozialen Folgen wie sozialer Isolation oder Depressionen kommt.









 
 
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