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Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität

Seit gut 20 Jahren befasse ich mich mit dem Thema ADS/ADHS. Diese Menschen liegen mir besonders am Herzen. Ich möchte mit meinem Wissen und meinen gesammelten Erfahrungen dazu beitragen, dass man durch eine frühe und sorgfältige Diagnostik und Behandlung einen schwierigen und gefahrvollen Leidensweg verhindern kann.
Studien haben gezeigt, dass viele AD(H)S-Kinder bereits mit 7-8 Jahren von einer zusätzlichen Störung wie Ängste, Ticks, Depressionen u.a. betroffen sind.
Im Sinne der Prävention ist es daher wichtig, dass bereits das jüngere Kind bei dem ein begründeter Verdacht auf ein AD(H)S besteht, sorgfältig bei einer Fachperson abgeklärt wird, die sich mit diesem Störungsbild fundiert auskennt und dann ein individueller Behandlungsplan aufgestellt wird.
Neben der Behandlung des Kindes und Jugendlichen, biete ich für die Bezugspersonen ein spezifisches AD(H)S- Elterncoaching an.

Was ist ADS/ADHS?

Das ADHS-Kind, der sogenannte Zappelphilipp, nervt oft seine Umwelt, weil er nicht still sitzen kann, reinredet, immer das letzte Wort haben will, sich schlecht ein- und unterordnen kann und oft ein unkontrollierbares, impulsives, auch aggressives Verhalten zeigt. Das führt zu vielen Problemen in der Schule, Lehre und zu Hause.

Das ADS-Kind, das sogenannte Träumerchen, ist von seinem Verhalten her bedeutend einfacher zu haben. Doch seine Trödelei, seine grosse Langsamkeit, seine Zerstreutheit und seine geistige Abwesenheit machen auch hier zu schaffen. Auf Grund seiner geringeren Auffälligkeit läuft dieses Kind Gefahr, nicht richtig erkannt und damit nicht angemessen behandelt zu werden.

Ein nicht erkanntes bzw. unbehandeltes AD(H)S kann später zu Suchtverhalten, Delinquenz und anderen psychischen Störungen führen.

Mutismus (ICD11: 6B06 (Mai 2019),
Internat. Klassifizierung psychischer Erkrankungen)

Dieses Thema beschäftigt mich seit 1996 regelmässig. Da wurde mir vom Kinderarzt das erste mutistische Kind zugewiesen. Seither sind viele weitere dazu gekommen und ich kann mittlerweile auf einen reichen Erfahrungsschatz in der Behandlung zurückgreifen. 

Mutismus ist eine eigenständige Angststörung die in der Interaktion mit anderen Menschen auftritt und auffällt. Mutismus ist oft mit Sozialangst, seelischem Rückzug und/oder Widerstand verbunden.


Beim selektiven Mutismus spricht das Kind oder der Jugendliche nur mit bestimmten Menschen, meist mit den Eltern und Geschwistern. Im Kindergarten oder der Schule schweigen sie eisern. Besteht diese Störung über Jahre, hinterlässt sie unweigerlich Spuren in der Gesamtpersönlichkeit. Monatelanges, oft jahrelanges konsequentes Schweigen verbraucht wichtige Energie, die anderen Bereichen wie z.B. dem Lernen, abgehen kann. Soziale Beziehungen werden durch das Schweigen erschwert und beeinträchtigt. Das Selbstbewusstsein leidet.

Totaler Mutismus liegt vor, wenn der Patient mit überhaupt niemandem spricht. Diese  schwerste Form tritt oft zusammen mit endogenen Depressionen, Psychosen oder anderen psychiatrischen Erkrankungen auf. Es lassen sich beim Patienten oft Traumata finden. Bei Kindern ist diese Form höchst selten.

Aus diesen Gründen ist die frühzeitige Behandlung angezeigt, bevor sich die Störung chronifiziert und es zu gravierenden psychosozialen Folgen wie sozialer Isolation oder Depressionen kommt.


 
 
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